Windows Vista im Wohnzimmer

Sie sitzen im Wohnzimmer und beantworten folgende Fragen:

  • Wollen Sie Ihre tausend Digitalfotos jetzt hier anschauen, anstatt immer am PC im Arbeitszimmer?
  • Wollen Sie Ihre MP3 Bibliothek, die sich mittlerweile auf einige 100 Alben angewachsen ist, durchstöbern und anhören?
  • Wollen Sie die verpasste Sendung des ZDF nochmal ganz in Ruhe anschauen?
  • Wollen Sie die heutige Tagesschau um 21:00 Uhr ansehen, weil Sie es 20:15 Uhr nicht schaffen?
  • Wollen Sie alle Ausstrahlungen Ihrer Lieblings-Serie im Fernsehen aufzeichnen und anschauen, wann Sie gerade Zeit haben?
  • Wollen Sie das aktuelle TV-Programm stoppen, weil Ihre Eltern anrufen?
  • Wollen Sie einen ganz bestimmten Wunschfilm aufzeichnen, obwohl Sie nicht wissen, in welchem der TV-Programme er je gesendet wird?
  • Wollen Sie Ihre eigenen Pinkelpausen einlegen und nicht auf die nächste Werbung warten?
  • Wollen Sie das aktuelle TV-Programm nochmal zurückspulen, weil Sie die letzten Worte akustisch nicht verstanden haben?
  • Wollen Sie normales UKW-Radio oder Radio aus dem Internet hören?
  • Wollen Sie von der Couch aus bei Otto bestellen?
  • Wollen Sie am Sonntag um 20:15 Uhr den Film in Programm 1 anschauen, während zur gleichen Zeit ein anderer Film aufgezeichnet wird?
  • Wollen Sie Ihre DVD oder Audio-CD abspielen?

Wenn Sie mehr als 5 Fragen mit Ja beantwortet haben, dann sollten Sie sich mit Windows Media Center beschäftigen.

Windows Media Center ist eine im Betriebssystem eingebaute Anwendung, die als couchfreundliche Medienzentrale fungiert. Windows Media Center ist relativ unbekannt, weil von Microsoft in der Vergangenheit nicht aktiv beworben. Jedoch ist es keinesfalls eine Neuheit durch Windows Vista. Windows Media Center gibt es schon seit 2004 und wird immer weiter verbessert und erneuert – zuletzt unter Windows Vista. Bei Windows XP gab es eine gesonderte Windows Media Center Edition. Bei Vista ist sie in den Editionen Home Premium und Ultimate enthalten.

Im Wohnzimmer stehen vielleicht schon der VHS Videorecorder, DVD Player, vielleicht sogar ein DVD-Recorder, eine HIFI-Anlage. Die erste Alternative zum Gerätepark ist die Vereinigung des ganzen im PC. Bitte nicht an den normalen PC im Arbeitszimmer denken, sondern an ein wohnzimmertaugliches Gerät im Formfaktor eines üblichen Videorecorders. Zur Anzeige dient das Fernsehgerät (am besten ein Flachbildschirm). Bedient wird Windows Media Center per Infrarot-Fernbedienung.

Voraussetzungen:

  • TV-Karte für Radio & Fernsehsignale (DVB-C, T, S oder analoges Kabel) ideal mit 2 oder mehr Tuner
  • DSL-Anschluss zur Anlieferung von Inhalten aus dem Internet
  • Lautsprecher zur Ausgabe des Tons
  • Fernsehgerät (am besten Flachbild-Gerät) zur Ausgabe des Bilds
  • Infrarot-Empfänger für Fernbedienung

Die zweite Alternative zum Gerätepark ist die Nutzung eines Media Center Extender, eines kleineren Geräts als Videorecorder-Formfaktor. Dieses holt die Inhalte des Windows Media Center PCs aus dem Arbeitszimmer und präsentiert diese im Wohnzimmer. Hier gibt es als Geräte z.B. die Microsoft XBox360, D-Link DSM-750, Linksys DMA 2100,2200.

Im Wohnzimmer will man sehr hohe Benutzerfreundlichkeit (Fernbedienung sowie die Menüs in den Geräten). Die Menüs sind übersichtlich und das Navigationskonzept ist für die Couch und Fernbedienung konzipiert. So ist gewährleistet, dass der Woman Acceptance Factor (WAV) sehr hoch ist.

Hilfreiche weiterführende Links zu dem Thema Media Center:

Irgendwann wird es notwendig, die ganzen wichtigen digitalen Daten (Fotos, Videos, Musik, persönliche Daten) zentral in der Wohnung in einem Gerät zu sicher abzuspeichern und von überall abrufbar zu haben. Dann sollten Sie sich mit Windows Home Server beschäftigen und dieses Posting lesen.

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PLS Unterstützung für Windows Media Player hinzufügen

Der Windows Media Player kann von Haus aus nicht mit dem Playlist Dateiformat PLS umgehen. Somit hat man als Anwender bei vielen Internetradio-Stationen das Nachsehen. Deshalb hat Jon Galloway ein kleines Tool (OpenPlsInWMP) programmiert, welches als „Umwandler“ fungiert. Dieses Tool wird bei der Installation auf den Dateityp PLS im Betriebssystem registriert und übergibt dem Windows Media Player die Daten aus der PLS-Datei, so dass der Stream abgespielt werden kann.

Synchronisieren von Musik auf eingelegte Speicherkarten in Windows Mobile Geräten

Das Übertragen (Synchronisieren) von Musik auf das Windows Mobile Gerät wird im Windows Media Player auf dem PC durchgeführt. Wenn das Windows Mobile Gerät mit dem PC verbunden ist, wird es als Gerät im Windows Media Player angezeigt. Nun ist es so, dass viele Anwender die Musikdaten auf die eingelegte Speicherkarte des Windows Mobile Geräts übertragen wollen, da dort sehr viel mehr Speicherplatz zur Verfügung steht als im Speicher des Geräts selbst.

Nach Anschluss des Geräts wird im Windows Media Player der verfügbare Speicher auf dem mobilen Gerät angezeigt. Nun wundert man sich als Anwender, wieso der Speicher der eingelegten Speicherkarte bei der Kapazität nicht mitgezählt wird und zur Verfügung steht. Hier besteht eine Besonderheit: Die Speicherkarte des mobilen Geräts wird im Windows Media Player neben dem eigentlichen mobilen Gerät als ein weiteres Gerät angezeigt.

Oft ist das aber nicht so. Viele Anwender suchen vergeblich die Speicherkarte im Windows Media Player. Im Netz kursieren für das Problem unterschiedlichste Tipps zur Lösung des Problems. Ich selbst hatte das Problem auch unter Windows Vista mit Windows Media Player 11 und einem Windows Mobile 6.0 Gerät. Hier hat die Installation des Hotfix aus dem Knowledge Base Artikel Nr. 931621 vom August 2007 geholfen. In dem Artikel wird die Ursache des Problems als Bug im Windows Media Device Manager beschrieben. Der dort verfügbare Hotfix ist ausschließlich für Windows Vista. In der Problembeschreibung wird nur auf Windows Mobile 5 verwiesen; jedoch half der Hotfix für Windows Mobile 6 auch.

Wichtiger Hinweis: Der installierte Media Player Mobile auf dem Gerät erkennt die Speicherkarte unabhängig von dem oben beschriebenen Procedere.

Mehr Speicherplatz beim MDA Touch

Der Hauptspeicher des T-Mobile MDA Touch (gebrandeter HTC Touch) ist wie schon in diesem Post geschrieben, ziemlich klein.

Den verfügbaren Hauptspeicher seines Geräts findet man unter „Einstellungen“ im Tab „System“ -> „Speicher“. Dort wird im Tab „Hauptspeicher“ der Programmspeicher und Datenspeicher angezeigt.

Der „Programmspeicher“ wird durch Installieren von weiteren Anwendungen im RAM gefüllt. Dies kann man freihalten, indem man die Programme auf der Speicherkarte installiert. Nachteil ist, dass das Starten der Programme geringfügig länger dauert als aus dem RAM.

Im „Datenspeicher“ wird durch alle persönlichen Daten (Termine, Kontakte, Notizen, Aufgaben) sowie dem Cache des Pocket Internet Explorer belegt. Welche weiteren Daten im Datenspeicher abgelegt werden, konnte ich bisher noch nicht herausfinden. Auch hier würde ein Auslagern der Daten auf die Speicherkarte helfen. Jedoch ist ein „Umbiegen“ der persönlichen Daten vom RAM auf die Speicherkarte in Windows Mobile für den Benutzer nicht vorgesehen.

Windows Mobile gibt dem Benutzer eine einzige Möglichkeit herauszufinden, durch was viel Speicher belegt wird. In der Funktion „Suchen“ kann der Benutzer nach Dateien suchen, die größer als 64 KB (Einstellung unter „Typ“) sind. Dies bringt schon mal größere Dateien zutage. In der Ergebnisliste erkennt man sofort, ob die große Datei im RAM oder auf der Speicherkarte liegt.

Um nun wirklich Speicher freizugeben, empfehle ich regelmäßig den Cache des Internet Explorer zu löschen. Dies findet man im Pocket IE unter „Extras“ -> „Optionen“ und da im Tab „Speicher“.

Weiterhin ermöglicht die Software SKTools das Freigeben von unnötig belegtem Speicher durch Anwendungen. Dank dieser Software kann man auch folgende Daten auf die Speicherkarte auslagern.

  • Cache, Cookies, Historie des Pocket Internet Explorer
  • Messages
  • Klingeltöne
Screenshot der Speicheranzeige(Screenshot des Speicher-Dialog) Dialog des Pocket Internet Explorer(Screenshot des Dialogs des PIE)

 

Intro zu Windows Home Server

Microsoft hat kürzlich ein Produkt vorgestellt, welches an sich erstmal nur die Software für den windows-basierten Server im Privathaushalt. Es nennt sich Windows Home Server (WHS). Als Basis des WHS dient ein Windows 2003 Server Betriebssystem, welches also aus den (windows-based) Rechenzentren jetzt in das private Umfeld wandert.

Es ist IMHO die Antwort von Microsoft auf die unterschiedlichen linuxbasierten NAS (Network Attached Storage) Systeme für den privaten Einsatz. Aufgabe eines solchen Systems ist die zentrale Speicherung und das zentrale zur Verfügung stellen von Daten im lokalen Heimnetz und im Internet.

Vorteile:

  • Konfigurierbare Partielle Spiegelung von Verzeichnissen bedeutet, dass Plattenplatz eingespart wird, in dem nur ausgewählte wichtige Daten gespiegelt und so vor Datenverlust geschützt werden. Hier der Unterschied zu einem RAID 1 oder 5 System, wo sämtliche Daten doppelt vorhanden sind. Beim WHS werden weniger wichtige Daten nur einmal auf Festplatte vorgehalten und sind bei einem Ausfall dieser Festplatte verloren.
  • Es nicht notwendig, wie bei einem RAID-System, immer 2 oder mehr gleiche Festplatten-Modelle zu verwenden. Es sind also beliebige Zusammenstellungen von Festplatten verwendbar. Das ist ein Kostenvorteil.
  • Konfigurierbarer Backup-Mechanismus, der von den Arbeitsplatz-PCs im Netzwerk in bestimmten Zeitintervallen Daten sichert. Hier wird eine Einsparung von Speicherplatz auf dem WHS durch Vergleich der zu sichernden Daten aus unterschiedlichen PCs auf Clusterbasis erreicht.

Nachteile:

  • Die Komplett-Backups der Arbeitsplatz-PC werden nicht gespiegelt abgelegt auf dem WHS. Wenn also im WHS genau diese Festplatte ausfällt, gibt’s auch kein Backup mehr.
  • Der WHS stellt seine Daten nicht über das FTP-Protokoll im Internet zur Verfügung.

Fazit:

WHS hat kein echtes RAID, sondern ist nur eine software-seitige Spiegelung von Verzeichnissen. Hier ist also das Betriebssystem zuständig anstatt ein Hardware RAID Controller. Das bedeutet dass auch keine Geschwindigkeits-Vorteile entstehen, die sonst bei typischen RAID-Systemen beim Lesen oder Schreiben von Daten vorherrschen.

Es ist vorteilhaft, dass jegliche Kombinationen von Festplatten in den WHS aufgenommen werden können. So kann man seine privaten Restbestände dafür nutzen. Weiterhin gestaltet es sich einfach, eine Festplatte aus dem WHS Verbund herauszulösen und eine neue Festplatte hinzuzufügen.

Microsoft bietet nur die Software für den WHS an. Als Hardware kann man ein normaler PC verwendet werden. Jedoch ist zu beachten, dass ein WHS 24h am Tag im Betrieb ist. Ein normaler Arbeitsplatz-PC ist aufgrund des Stromverbrauchs durch die hohe Leistungsaufnahme dafür nicht geeignet. Die Energiekosten bei den heutigen Preisen der Stromanbieter kann auf Dauer kein Privatmann bezahlen.

Hier sollte man auf die Hersteller warten, die spezielle Geräte auf dem Markt bringen werden, die dann hoffentlich auf niedrigen Stromverbrauch ausgelegt sind. Bei den heute schon verfügbaren linuxbasierten NAS-Systemen ist dies bereits der Fall.

Ein ausführlicher Test zum WHS gab es in einer der letzten Ausgaben des Magazins ct. Wer sich ein WHS selbst zusammenbauen will, findet im Blog von Steffen Krause eine Serie zu dem Thema. Weitere Information zum WHS findet man auf der deutschen Microsoft-Seite hier.

Goodby my Pocket Loox 720 – Welcome HTC Touch

Im Herbst 2004 erstand ich mein ersten PDA – das damalige Flagschiff war der Pocket Loox 720 von Fujitsu Siemens. Er war damals das totale Schnittstellenwunder: WLAN, Bluetooth, Infrarot, CF Karte, SD (IO) Karte. Das Gerät besitzt ein gutes und vor allem großes Display mit VGA Auflösung von 640×480 und ordentlichem Speicher. Es besaß 128 MB RAM und 28 MB persönlich nutzbarem ROM. Als CPU kam ein Intel PXA272 mit 520 MHz zum Einsatz. Das Gerät kostete damals ca. 550 € und wurde von HTC hergestellt.

Pocket Loox 720
Pocket Loox 720

Als Betriebssystem kam Windows Mobile 2003 Second Edition zum Einsatz. Alle Benutzer hofften beim Erscheinen von Windows Mobile 5 auf ein Upgrade von Fujitsu Siemens. Leider hat der Hersteller nach Prüfung dies aber ausgeschlossen. Wahrscheinlich aufgrund des umgestellten Speicherkonzepts (Verwendung von RAM u. ROM).

Ich war froh, es zu haben und es hat mir gute Dienste erwiesen. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, wie lange es dauern würde bis zu meinem nächsten PDA. Ende 2007 stellt Fujitsu Siemens die Herstellung von PDAs komplett ein. Dies ist ein Grund, mich von meinem geliebten Loox 720 zu trennen.

Als neues Gerät kam der HTC Touch in der T-Mobile Variante in die Wahl. Für mich erstmal eine krasse Umstellung. Der Stift (Stylus) ist ca. XYZ cm kürzer und bereitete mir einige Schwierigkeiten in den ersten Tagen. Auch das kleinere Display fällt im direkten Vergleich auf. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf für ein besseres Tragegefühl in der Hosentasche.

Der Versionssprung von Windows Mobile 2003 SE auf Windows Mobile 6 geht einfach daher. Einzig vermisse ich links unten im Heute-Screen das Menü „Neu“. In diesem konnte man ohne viele Klicks ein neuen Termin, eine neue Aufgabe oder eine neue Notiz erstellen. Nun ist dafür einige Hangelei durch die Menüs notwendig. Dies ist eine klare Verschlechterung der Usability.

HTC Touch
HTC Touch

Am schnellsten fällt auf, dass der Speicher im Touch mit 64 MB RAM und 128 MB ROM und stark begrenzt ist. Der verfügbare Speicher beim gebrandeten MDA Touch von T-Mobile teilt sich in 31,44 MB Daten- und 47,90 MB Programmspeicher auf. Es existiert keine Möglichkeit, das Verhältnis der Nutzung zu ändern (Im Gegensatz zu Windows Mobile 2003 SE, wo es noch möglich war). Die direkte Folge ist, dass nach dem Synchronisieren meiner Aufgaben, Kontakte und Termine die Fehlermeldung erscheint, dass der Datenspeicher voll ist. Denn es ist mir noch kein Weg bekannt, genau diese Daten auf die Speicherkarte auszulagern. 

Hello world!

Willkommen in einem weiteren Blog. Hier soll es vornehmlich rund um Microsoft Technologien gehen. Dies wird kein „Microsoft ist toll“-Blog, sondern hier soll auch Kritik an den Technologien und Produkten des Anbieters geübt werden. Viel Spass beim Lesen!