Windows: Ursache für Aufwachen aus Standby erkennen

Die Ursache (also das Gerät oder Ereignis) was ein Windows PC aus seinem letzten Standby geholt hat findet man mit folgendem Befehl heraus:

powercfg -lastwake

Der „Typ“ ist entscheidend:

Folgende Typen können ein PC aufwachen:

  • Ein Dienst oder eine Aufgabe anhand der Aufgabenplanung
  • Ein Druck auf ein Button (am Gehäuse)
  • Ein Gerät (Mausbewegung;Fernbedienung)

Hier drei Beispiele:

Eigenständiges Aufwachen aus Standby durch eine getimtes Event in der Aufgabenplanung
Eigenständiges Aufwachen aus Standby durch eine getimtes Event in der Aufgabenplanung
Aufwachen aus Standby per USB-Gerät
Eigenständiges Aufwachen aus Standby per USB-Gerät
Aufwachen aus Standby per Schalter am Gerät
Manuelles Aufwachen aus Standby per Schalter am Gerät
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Windows: Unsichtbare Verbundene Netzlaufwerke trennen

Anforderung:
Beim Verbinden zu einem Netzlaufwerk erhält man folgende Fehlermeldung in Windows: „Dieser Netzwerkordner ist zurzeit unter Verwendung eines anderen Namens und Kennwortes verbunden“

 

Diese Verbindung zum Netzlaufwerk wird jedoch im Windows Explorer gar nicht mit einem Laufwerksbuchstaben angezeigt.

Lösung:

    1. Die Konsole öffnen (Start und  „CMD“ eintippen)
    2. den Befehl „net use“ eingeben und die derzeit verbundenen Netzlaufwerke sich anzeigen lassen. Hier müsste die oben versuchte Verbindung aufgelistet werden ohne einen zugeordneten Laufwerksbuchstaben
    3. mit folgendem Befehl das verbundene Netzlaufwerk löschen
      net use <UNC serverpfad> /delete

Windows 10: Einstellungen der Benutzerkontensteuerung (UAC) überprüfen

Windows 10 absichern (Härtung der eigenen PCs) ist die Devise in den aktuellen Zeiten. Die Benutzerkontensteuerung in Windows 10 kann man konfigurieren – also besser gesagt, den Schutz- und Nervfaktor.

Einfach auf das Lupensymbol gehen und „UAC“ eingeben. Dann sollte folgender Dialog erscheinen:

UAC Konfiguration in Windows 10
UAC Konfiguration in Windows 10

Es empfiehlt sich, dass der Schieberegler ganz oben ist!

Windows: Alte unsichere SMB Protokolle deaktivieren

In Zeiten von Ransomware/Trojaner wie WannaCry oder Petya kommt die Verbreitung über Exploits des SMB Protokolls (und hier in älteren Versions) in den Fokus.

Deshalb sollte man sich nochmal die Versionshistorie von SMB ins Gedächtnis rufen. Dazu gibt es diesen früheren Artikel hier: Link

Heutzutage werden in privaten Haushalten bzw. auch in Unternehmen aus meiner Sicht nicht mehr SMB Version 1.0 oder 2.0 benötigt, da NAS und/oder File-Server (hoffentlich) gepatcht sind und Version 3.0 unterstützen.

Deshalb kann man getrost auf den Windows Clients die älteren Versionen deaktivieren.

Dies kann man manuell durchführen oder auch im Unternehmen über Group Policies durchführen. Der folgende deutschprachige Artikel von Microsoft beschreibt das WIE: https://support.microsoft.com/de-de/help/2696547/how-to-enable-and-disable-smbv1-smbv2-and-smbv3-in-windows-and-windows

Wie der Artikel ausführlich erklärt, ist Version 2.0 und 3.0 zusammen verbunden in Windows und kann daher einzeln nicht deaktiviert werden. Blöd!

Im eigenen lokalen Windows kann man als Administrator die SMB Version 1.0 folgendermaßen deaktivieren, indem man das Feature deaktiviert:
smb_v1

Windows 10: Das RAM Management und die Auslagerungsdatei

Falls man annimmt, dass Windows 10 mit 8 GB RAM und ohne Auslagerungsdatei (PageFile) auskommt. Ja – aber nur, wenn man nicht mit vielen Anwendungen gleichzeitig arbeitet.

Windows 10 meldet artig von selbst, wenn der Arbeitsspeicher knapp wird und schlägt auch vor, welche Anwendung geschlossen werden sollte, um Speicher freizugeben.

win10_not_enough_memory

Das interessante bei der  Ansicht der Arbeitsspeicher-Auslastung ist, dass obwohl nur 5 von 8 GB in Verwendung ist, trotzdem die Warnung von Windows 10 ausgegeben wird. Das hängt mit den Zahlen bei „Commit ausgeführt“ zusammen. Windows hat in dem Fall 7,7 GB schon reserviert und sieht also ein ernstes Problem für die nächste ankommende Reservierungsanfrage.

win10_not_enough_memory2

Falls es zu knapp wird, wird diese Meldung ausgegeben:

win10_not_enough_memory3

Um das alles zu vermeiden, sollte man trotz einer großen RAM-Ausstattung (alles mit 8 GB oder mehr) eine kleine Auslagerungsdatei (1 GB Größe) spendieren.

 

Weitere Ressourcen:

https://blogs.msdn.microsoft.com/mtcmuc/2011/08/09/auslagerungsdatei-unter-windows-wie-macht-man-es-richtig/

Windows: Systemabbild öffnen und einzelne Dateien wiederherstellen

Die in Windows eingebaute Möglichkeit der Komplettsicherung durch die Erstellung eines sogenannten „Systemabbild“ hatte ich vor längerer Zeit in diesem Artikel erläutert.

Anforderung:
Aus dieser Komplettsicherung – dem Systemabbild einzelne Dateien wiederherstellen.

Lösung:
Beim Sichern eines Systemabbildes wird eine „virtuelle Festplatte“ als eine riesige Datei pro Partition erzeugt, welche die Dateiendung VHDX besitzt. Um diese virtuelle Festplatte im Windows wieder zu öffnen, macht man folgendes:

  1. Computerverwaltung öffnen (Admin-Rechte notwendig)
  2. In Computerverwaltung auf „Datenträgerverwaltung“ aufrufen
  3. Im Menü „Aktion“ auf „Virtuelle Festplatte anfügen“ klicken und die gewünschte VHDX Datei auswählen

windows_datentraegerverwaltung

Anschließend bei Erfolg öffnet sich ein neues Fenster mit dem Inhalt der virtuellen Festplatte unter einem automatisch zugewiesenen Laufwerksbuchstaben.

Zusätzliche Hinweise:

  • Um die Festplatte zu einzubinden, muss man lokale Admin-Rechte auf dem aktuellen Rechner besitzen.
  • Die virtuelle Festplatte kann von einem anderen PC sein
  • Die virtuelle Festplatte kann auf einem Netzlaufwerk liegen
  • Nie den Schalter „Schreibgeschützt“ aktivieren beim Anfügen, da Windows dann die virtuelle Festplatte nicht vollständig unter einem Laufwerksbuchstaben einbindet

 

Windows 10: Automatische Treiber-Downloads deaktivieren

Bei einem perfekt konfiguriertem und installiertem System gilt: „Never change a running system“. Also braucht man auch keine ungefragten Updates von Geräte-Treibern. Eher ist die Best Practice: Wenn es Probleme gibt, nach diesem Problem googlen und bei einem tatsächlichen Fund den Treiber aktualisieren.

 

Folgende Schritte muss man einmalig durchführen, damit man nicht ungefragt Treiber-Updates empfängt – kostet 5 Minuten 🙂

  1. Rechtsklick im Windows Explorer „mein PC“ und im Kontextmenü auf „Eigenschaften“
    windows10_windows_explorer
  2. Klick im neuen Dialog „System“ auf „Erweiterte Systemeinstellungen“
    windows10_System
  3. Klick im neuen Dialog „Systemeigenschaften“ auf Tab „Hardware“
    windows10_systemeigenschaften
  4. Klick auf Schaltfläche „Geräteinstallationseinstellungen“
    windows10_treiberdownload