Foto-Tagging unter Windows …und seine Vorteile

Tagging von Fotos ist zwar einerseits zeitaufwendig, anderseits sind die Benefits gerade bei einer (dank Digitalkameras) stark anwachsenden Fotosammlung mittel- und langfristig hoch. Denn durch Tags können Fotos anders gefunden und gruppiert werden als nur durch ihren Ablageort. Es muss beim Tagging darauf geachtet werden, dass die Tags in den Dateien der Fotos gespeichert werden und nicht in einer anwendungsspezifischen Datenbank (wie bei Google Picasa). Nur so wandern die Zusatzinfos mit den Fotos immer mit, egal welches Bildbetrachtungsprogramm an irgendeinem Ort gerade verwendet wird.

Nun kann man Fotos taggen in dem man die Namen von auf dem Foto befindlichen Personen als Tags verwendet. Es natürlich auch möglich, einem Foto mehrere Tags zuzuweisen. Oder man teilt per Tag den Aufnahmeort oder den Namen des berühmten Gebäudes mit, usw.

Eine nicht zu unterschätzende Zeitersparnis ergibt sich durch das Vergeben eines Tags auf mehrere Fotos gleichzeitig. Dazu muss man oft die entsprechenden Fotos markieren und danach das gemeinsame Stichwort/Tag zuweisen. Dies funktioniert z.B. in den Programmen  Windows Live Fotogallerie oder auch in ACDSee Pro.

Tagging-Möglichkeit in Windows Live Fotogallerie

Hierarchisches Tagging = Tagging hoch zwei

Hierarchisches Tagging meint, dass Tags wie ein Verzeichnisbaum eine Hierarchie darstellen. Als Beispiel „Leute/Familie/Vater“ oder „Leute/Freunde/Peter“. Gleichzeitig kann man in Fotos auch ereignisbasierte Informationen durch Tags unterbringen. Zum Beispiel: Ereignisse/Hochzeiten; Ereignisse/Fernreisen und so weiter….

Benefits:

Windows liest seit Vista das Metadatenfeld „Keyword“ aus den Metadatenblöcken (Metadaten-Standards XMP oder IPTC) von JPEG-Dateien. Weiterhin wird der Inhalt des Metadatenfelds in der Windows Suche indiziert und ist somit als Suchbegriff verwendbar. Dies ist eine hervorragende Grundlage zur Arbeit mit Tags in eigenen Fotos in Windows Vista und neueren Versionen.

Windows Media Center liest den Inhalt von „Keyword“ ebenfalls aus. In der Bildbibliothek im Reiter „Markierungen“ und werden Fotos unabhängig von ihrem Ablageort nach Tags gruppiert angezeigt. Bei hierarchischen Tags kann man per Fernbedienung durch die Hierarchie wie durch Verzeichnisstruktur navigieren und in jeder Ebene eine Dia-Show mit den jeweiligen Fotos starten. Das ist echt super!

Getaggte Fotos in Windows Media Center

Die Windows Live Fotogallerie, die man hier kostenlos runterladen kann, unterstützt ebenfalls Tagging.  Die Tags werden geschrieben in den XMP Metadatenblock. Gelesen wird XMP oder IPTC. Das Programm unterstützt auch hierarchische Tags. Hier wird dann die Hierarchie wie ein Verzeichnisbaum im Windows Explorer angezeigt.

Hierarchie von Tags in Windows Live Fotogallerie

Suchen und Finden:

Im Windows Explorer kann man sehr leicht nach Fotos mit einem bestimmten Tag suchen. Man gibt einfach das Tag ein und schon werden die Fotos mit dem enthaltenen Tag angezeigt. Denn die Tags wurden vorher beim Indizieren der Fotos gefunden und im Suchindex der Windows Search gespeichert. Leider sucht die Windows Live Fotogalerie nicht im erstellten Suchindex der Windows Search. 😦

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Windows in der Konsole herunterfahren

Es kommt nicht oft vor, dass man per RDP auf einem entfernten Windows-Rechner ist und diesen herunterfahren will. Windows bietet im Startmenü per RDP diese Möglichkeit nicht. Deshalb die Konsole öffnen und folgenden Befehl aufrufen: shutdown -s -f

Ergebnis: Es zieht einem nach wenigen Sekunden die RDP-Session weg, weil der entfernte Rechner herunterfährt. (Genau das, was man will…)

Desktop Suche in Windows

Für die Desktop-Suche gibt es ja von einigen Anbietern Produkte – die bekannteste ist wohl Google Desktop Search. Jedoch gibt es auch von Microsoft eine kostenlose Desktop Suche: Windows Desktop Search (WDS). Unter Windows XP muss man sie manuell installieren – der Download ist hier zu finden. Bei Windows Vista ist sie schon enthalten.

Die Desktop-Suche basiert, auch wie alle anderen Pendants, auf der Indizierung des Inhalts von Dateien. Das Outlook PST File wird gleich mit indiziert – ebenso das Benutzer-Verzeichnis unter „Dokumente und Einstellungen“. Man kann jedoch auch selbst definierte Verzeichnisse indizieren lassen.

Die bekannten Dateiformate werden bereits standardmäßig indiziert. Eine Liste der von Haus aus unterstützten Dateiextensionen findet man hier. Trotzdem möchte man vielleicht das eine spezielle Dateiformat (z.B. Mindmaps) auch mit indizieren lassen. Dazu kann man die WDS mit Hilfe sogenannter IFilter erweitern. Diese sind im Internet z.B. bei http://www.ifiltershop.com/ verfügbar.

Nutzung von erweiterten Suchbefehlen:

Es gibt eine ganze Reihe von speziellen Befehlen, die in das Suchfeld eingegeben werden können, um schneller zum gewünschten Suchergebnis zu kommen. Eine komplette Liste in englischer Sprache ist hier zu finden.

Bei der Suche in Dateien eines bestimmten Typs habe ich persönlich folgenden erweiterten Suchbefehl schon oft genutzt:

  • „ext:“Dateiextension Bsp: “ suchbegriff ext:xls“

Integration in Outlook 2007

Die WDS integriert sich super in Outlook 2007. In der kontextsensitiven Suchmaske können komfortabel Suchen nach Mails, Kontakten, Terminen oder Aufgaben durchgeführt werden. Für die Suche nach Mails kann ich folgende erweiterte Suchsyntax empfehlen:

  • „from:<Absendername>“
  • „to:<Empfängername>“

Diese Suchbefehle kann man auch kombinieren. So z.B. für die Suche nach allen eigenen versendeten Mails an eine bestimmte Person (Schreiber) mit dem Wort „protokoll“ im Betreff: from:eigenerNachname to:Schreiber protokoll

Weiterführende Links:

Homepage der Windows Search

Umbelegung der Windows Live Call Taste bei Microsoft Webcams

Die meisten Webcams von Microsoft besitzen eine Taste an der Webcam, wo nach Drücken der Live Messenger gestartet wird. Die Umbelegung der Taste z.B. auf Skype ist möglich – jedoch nur mit manuellem Eingriff.

So kann man die Taste deaktivieren:

  1. Datei icepick.exe suchen -> liegt häufig unter c:\Program Files\Microsoft LifeCam\
  2. Datei umbenennen

So kann man die Taste umbelegen auf Skype:

  1. Obige Schritte 1 und 2 ausführen
  2. Skype.exe in das Verzeichnis c:\Program Files\Microsoft LifeCam\ kopieren
  3. Skype.exe umbenennen in IcePick.exe

Eine andere Anleitung, die im Netz zu finden ist, ist die Änderung in der Registry ohne die oben beschriebenen Schritte. Dies ist der elegantere Weg, jedoch funktioniert dies bei der LifeCam Software Version 1.4 nicht mehr L

Änderung in der Registry. Hier die Schritt-für-Schritt Anleitung:

  1. Registry Editor öffnen (Start->Ausführen->“regedit“)
  2. Im Menü Bearbeiten die Suchen Funktion nutzen und nach „icepick.exe“ suchen
  3. Die Suche findet den Eintrag „QuickStartPath“ unter HKEY_LOCAL_MACHINE/…/…/
  4. Rechte Maustaste auf den Eintrag und „ändern“.
  5. Im Dialog den genauen Pfad zur gewünschten Programm eintragen (Bsp: c:\Program Files\Skype\Phone\Skype.exe)
  6. Registry Editor schließen
  7. Betriebssystem neu starten
  8. Ausprobieren und vielleicht freuen J

PLS Unterstützung für Windows Media Player hinzufügen

Der Windows Media Player kann von Haus aus nicht mit dem Playlist Dateiformat PLS umgehen. Somit hat man als Anwender bei vielen Internetradio-Stationen das Nachsehen. Deshalb hat Jon Galloway ein kleines Tool (OpenPlsInWMP) programmiert, welches als „Umwandler“ fungiert. Dieses Tool wird bei der Installation auf den Dateityp PLS im Betriebssystem registriert und übergibt dem Windows Media Player die Daten aus der PLS-Datei, so dass der Stream abgespielt werden kann.